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Nach dem Fund von Haarrissen an den Tragflächen des Airbus A380 sollen alle Maschinen vom gleichen Typ untersucht werden. Das ordnete die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) nach Angaben eines Sprechers an. Bereits Ende Januar hatte die EASA eine Untersuchung von 20 der 67 Maschinen vom Typ A380 empfohlen, die weltweit im Einsatz sind. Der A380 ist weltweit das größte Passagierflugzeug und ein Flaggschiff von Airbus.
Die australische Fluggesellschaft Qantas zog eine Langstreckenmaschine vom Typ A380 wegen Rissen in den Tragflächen vorübergehend aus dem Verkehr. Die 36 Risse seien bei einer Routineuntersuchung an der Maschine entdeckt worden, die nach schweren Luftturbulenzen über Indien in Singapur gelandet war. Es handele sich nicht um dieselbe Art von Haarrissen, die auf A380-Tragflächen in Europa entdeckt worden waren, teilte eine Qantas-Sprecherin mit. Sie hätten nichts mit den Turbulenzen zu tun, sondern lägen in der Herstellung des Flugzeugs begründet.
Qantas hat zwölf A380 in seiner Flotte. Die Airline und andere Fluggesellschaften hatte ihre A380-Flotte nach einem Triebwerksbrand im November 2010 wochenlang am Boden gelassen. Daraufhin waren alle A380-Triebwerke der Firma Rolls Royce untersucht worden.
In den vergangenen Tagen musste auch Airbus-Konkurrent Boeing erneut Probleme mit dem Dreamliner 787 einräumen. Bei einigen Modellen des neuen Langstreckenflugzeugs seien Reparaturarbeiten am Heck nötig, teilte der US-Flugzeugbauer gestern mit. Derzeit werde untersucht, welche Maschinen überholt werden müssten. Die Sicherheit der Maschinen sei jedoch gewährleistet.
Boeing hat seit September fünf Dreamliner ausgeliefert, alle gingen an die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways.
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