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21.05.2012

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Inland
SPD unterstützt Hollande im französischen Präsidentschaftswahlkampf
Nach Merkels Wahlkampfhilfe für Sarkozy

SPD will sozialistischen Kandidaten Hollande unterstützen

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Hollande (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Hollande wird von der SPD unterstützt. ]
Die deutschen Sozialdemokraten wollen im französischen Wahlkampf dem sozialistischen Präsidentschaftsbewerber François Hollande zur Seite stehen. "Die SPD wird natürlich auch die französischen Sozialisten vor Ort im Wahlkampf unterstützen", sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Hannelore Kraft der "Rheinischen Post".

Merkel für Sarkozy-Unterstützung in der Kritik

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel ihre Rückendeckung für Frankreichs Präsident Sarkozy angekündigt, was nicht nur bei den Grünen, sondern auch bei der SPD auf Kritik stieß. Kraft wertete die SPD-Wahlkampfhilfe für Hollande als folgerichtig: "Diese gegenseitige und grenzüberschreitende Unterstützung war in der Vergangenheit in der Familie der europäischen Sozialdemokratie immer eine Selbstverständlichkeit."

Fernsehinterview von Merkel und Sarkozy (Foto: dapd) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Merkel und Sarkozy ließen sich gemeinsam interviewen. ]
Dass der konservative Amtsinhaber Nicolas Sarkozy die Arbeitsmarktreformen von Ex-SPD-Kanzler Gerhard Schröder zum Vorbild erklärte habe, freue die SPD, sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin. Die Wahlkampfhilfe von Bundeskanzlerin Angela Merkel für Sarkozy werde eher den Sozialisten helfen."Insofern sehen wir das gelassen."

Gabriel: Merkel-Auftritt "peinlich"

Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel bewertete Merkels gemeinsames Fernsehinterview mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy vom Montag als "eher peinlich". Es sei offensichtlich gewesen, dass beide keine Antworten auf die drängenden Fragen in Europa hätten, schrieb Gabriel auf seiner Facebookseite.

Trittin sieht deutsch-französische Beziehungen gefährdet

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisierte Merkels angekündigte Wahlkampfhilfe ebenfalls. "Eine deutsche Regierungschefin, die für einen Präsidenten in den Wahlkampf zieht, der mit dem Rücken zur Wand steht, schadet den deutsch-französischen Beziehungen", sagte er den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Wenn Merkel ein Interview mit Sarkozy gebe, Hollande dagegen ein Treffen verweigere, verletze sie die gebotene Neutralität. Die deutsch-französische Achse müsse auch nach einem Regierungswechsel in Frankreich noch funktionieren.

Merkel hatte am Montag bei einem gemeinsamen Fernseh-Interview mit dem französischen Präsidenten ihre Wahlkampf-Hilfe für Sarkozy verteidigt. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hatte zuvor gemeinsame Wahlkampfauftritte von Merkel mit Sarkozy angekündigt, der noch nicht offiziell Präsidentschaftskandidat ist.

Stand: 07.02.2012 12:31 Uhr
 

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