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Syriens Regime setzt die Offensive gegen seine politischen Gegner unvermindert fort. Menschenrechtsgruppen zufolge ist die syrische Armee auch am fünften Tag in Folge mit massiver Gewalt gegen Menschen in der Protesthochburg Homs vorgegangen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden beim Beschuss der Stadt mindestens 68 Menschen getötet.
Homs werde mit schweren Waffen beschossen, erklärte die in London ansässige Beobachtungsstelle. Die Zahl der Todesopfer werde noch steigen, da viele Leichen unter den Trümmern zerstörter Häuser lägen. Unter den Opfern seien auch drei Familien, die in der Nacht von Milizen von Staatschef Baschar al Assad ermordet worden seien.
Das Staatsfernsehen berichtete, "bewaffnete Terrorbanden" hätten mit Granaten die Raffinerie von Homs beschossen. Zwei Treibstofftanks seien dabei in Brand gesetzt worden.
Die Angriffe auf Zivilisten in der Stadt Homs haben sich nach dem Scheitern der Syrien-Resolution im Weltsicherheitsrat laut UN-Angaben noch verschärft. "Ich bin entsetzt über den gezielten Angriff der syrischen Regierung auf Homs und den Einsatz von Artillerie und anderen schweren Waffen bei anscheinend wahllosen Attacken auf Wohngebiete", erklärte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay.
[Bildunterschrift: Bewohner der Stadt Homs suchen Schutz in einem Gebäude. ]
"Die Unfähigkeit des Sicherheitsrates, sich auf starke gemeinsame Aktionen zu verständigen, scheint die Bereitschaft der syrischen Regierung verstärkt zu haben, die eigene Bevölkerung zu massakrieren, um die Opposition zu zerbrechen." Pillay verwies auf "lokale Quellen" sowie "unabhängige Medienberichte" aus Homs, wonach die syrische Armee ihre Angriffe auf Wohngebiete erheblich verschärft habe. Die internationale Gemeinschaft müsse jetzt dringend "politische Differenzen überwinden und effektive Maßnahmen zum Schutz der syrischen Bevölkerung ergreifen", forderte Pillay.
Eine UN-Resolution zu Syrien war nicht zustande gekommen, weil Russland und China dieser nicht zugestimmt hatten. Die beiden Vetomächte weigern sich, gemeinsam mit den anderen 13 Mitgliedstaaten Syrien zur Beendigung der Gewalt und zu politischen Reformen aufzurufen.
Regierungschef Wladimir Putin rechtfertigte das Veto erneut. Er sagte nach Angaben der Agentur Interfax, das Volk müsse selbst über sein Schicksal entscheiden. "Natürlich lehnen wir jede Gewalt ab, von welcher Seite auch immer, aber niemand sollte sich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen."
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