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Nach fast elf Monaten der Gewalt prüfen die Vereinten Nationen jetzt die Entsendung einer Beobachtermission nach Syrien. "Wir erwägen eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach einer Tagung des Sicherheitsrates in New York.
Der Chef der Arabischen Liga, Nabil Elarabi, habe ihm die Absicht unterbreitet, den Beobachtereinsatz wiederzubeleben und eine Beteiligung der UNO vorgeschlagen. "Er hat die Vereinten Nationen um Hilfe gebeten. Wir überlegen das jetzt und auch, ob wir einen UN-Sondergesandten nach Syrien entsenden", erklärte Ban weiter. Details müssten aber erst noch besprochen werden.
Die Arabische Liga hatte im Dezember eine Beobachtergruppe nach Syrien geschickt, ihren Einsatz aber wegen der eskalierenden Gewalt Ende Januar unterbrochen. Nach UN-Angaben forderten die Kämpfe mit der Armee des Assad-Regimes bis zu 6000 Menschenleben.
Ban sagte außerdem, er bedauere zutiefst, dass der Sicherheitsrat nicht in der Lage sei, sich mit einer gemeinsamen Stimme für einen Stopp der Gewalt in Syrien auszusprechen. Er appellierte dringend an die internationale Gemeinschaft, alles für eine Beendigung der Gewalt zu unternehmen. "So viele sind getötet worden. Wie viele müssen noch sterben, bevor es eine politische Lösung gibt", sagte der Koreaner. "Wir müssen dringender denn je eine Einigung finden. Wir haben zu viele gebrochene Versprechen gehört."
Russland und China hatten am Samstag mit ihrem Veto eine Resolution des Sicherheitsrats verhindert. Darin war unter anderem die Unterstützung eines Friedensplans der Arabischen Liga vorgesehen, der einen Amtsverzicht des syrischen Präsidenten Baschar Assad forderte.
Dessen Truppen gehen indes weiter massiv gegen seine Gegner vor. Allein in der umkämpften Stadt Homs soll es am Mittwoch mindestens 93 Tote gegeben haben.
Die US-Regierung bekräftigte derweil, dass sie zusammen mit ihren internationalen Partnern eine politische Lösung im Syrien-Konflikt anstrebt. Das sei der richtige Weg, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Er kündigte für die kommenden Tage weitere, sehr aktive Gespräche mit Freunden und Verbündeten über die nächsten Schritte an. Ziel bleibe ein friedlicher politischer Übergang in Syrien.
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